• Erhöhung des Grundkapitals um 1.000.000 Aktien mit Ausgabepreis von 25,75 EUR pro Aktie
  • Verwendung des Mittelzuflusses vor allem für Ausbau und Weiterentwicklung der eigenen Pipeline-Projekte
  • Kapitalmaßnahme unterstützt konsequente Umsetzung der Wachstumsstrategie des Unternehmens

München – Die Formycon AG (ISIN: DE000A1EWVY8/ WKN: A1EWVY) hat am heutigen Tag im Rahmen einer Privatplatzierung die Zeichnung einer Barkapitalerhöhung durch die Active Ownership Gruppe bekanntgegeben. Durch die Beschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrats wird das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 10.000.000,00 EUR unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 1.000.000,00 EUR auf insgesamt 11.000.000,00 EUR durch Ausgabe von 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR gegen Bareinlage erhöht.

Der Mittelzufluss beträgt insgesamt 25.750.000,00 EUR und entspricht einem Ausgabebetrag pro Aktie von 25,75 EUR. Die Active Ownership Gruppe (AOC) ist eine unabhängige, eigentümergeführte Beteiligungsgesellschaft, die signifikante Anteile an mittelständischen, börsennotierten Unternehmen in der DACH-Region und Skandinavien erwirbt. Als engagierter Miteigentümer setzt sich AOC aktiv dafür ein, den Unternehmenswert durch die Umsetzung von operativen, strategischen und strukturellen Verbesserungen zu steigern. Gemeinsam mit dem Management definiert AOC hierzu wertschaffende Strategien und Maßnahmen. Deren Umsetzung unterstützt AOC sowohl im Rahmen von Aufsichtsrats- und Beratungsmandaten wie auch durch die Bereitstellung von neuem Wachstumskapital. Die Gesellschaft wurde 2015 von Florian Schuhbauer und Klaus Roehrig gegründet. In seiner Kategorie wurde der Active Ownership Fund 2019 vom Analysehaus Preqin als bester Fonds mit Europa-Fokus im Zeitraum 2017-2019 ausgezeichnet.

Die eingeworbenen Mittel aus der Kapitalerhöhung sollen vornehmlich für den Ausbau und die Weiterentwicklung der eigenen Produktpipeline verwendet werden. Strategisch bleibt dabei die Entwicklung von Biosimilars im Fokus des Unternehmens. Die zusätzliche Liquidität eröffnet Formycon die Möglichkeit, die Projekte bis in späte Entwicklungsstadien hinein zu entwickeln und damit signifikantes Wertsteigerungspotenzial zu erschließen. Mit FYB206 verfügt das Unternehmen über ein vielversprechendes präklinisches Biosimilar-Projekt, in dem bereits wichtige Meilensteine erreicht und wertstiftendes Intellectual Property (IP) aufgebaut wurden. Daneben verfolgt Formycon einen aussichtsreichen Ansatz in der Entwicklung von neuartigen, antikörperbasierten COVID-19-Arzneimitteln. Die Überführung dieses Projektes in die klinische Prüfung ist für das kommende Jahr geplant.

Klaus Roehrig, Gründungspartner von AOC, kommentiert den Einstieg wie folgt: „Wir sehen signifikantes Potenzial in Formycon und haben großes Vertrauen in das Management-Team. Mit der Zeichnung der Kapitalerhöhung und der damit einhergehenden Bereitstellung von Wachstumskapital bringen wir dies zum Ausdruck. Formycon ist auf dem Weg, einer der globalen Hauptakteure in dem schnell wachsenden, globalen multi-Milliarden Biosimilar-Markt zu werden. Die bevorstehende Markteinführung von FYB201 (Biosimilar-Kandidat zu Ranibizumab), in Kombination mit der weit fortgeschrittenen Entwicklung der Biosimilars zu Ustekinumab (FYB202) und Aflibercept (FYB203), unterstreicht den derzeitigen Wert der Firma. Gleichzeitig zeigt die bestehende Pipeline spätphasiger Projekte die Fähigkeit des Unternehmens, die richtigen Referenzprodukte zu wählen und deren Entwicklung bis hin zur Marktzulassung erfolgreich voranzutreiben. Formycon passt damit hervorragend zu unserem Investmentfokus auf gut positionierte und zukunftsorientierte Unternehmen. Wir freuen uns darauf, die Wachstumsstrategie des Unternehmens langfristig zu unterstützen.“

Dr. Nicolas Combé, CFO der Formycon AG ergänzt: „Wir freuen uns sehr über den Einstieg der Active Ownership Gruppe und deren langfristiges Commitment, die konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie zu unterstützen. Das zur Verfügung gestellte Kapital werden wir in die Weiterentwicklung unserer Pipeline investieren. Das Projekt FYB206 ist äußerst vielversprechend und mit der zusätzlichen Liquidität sind wir in der Lage, dieses und weitere Projekte in spätere Entwicklungsphasen zu überführen und gleichzeitig die exklusiven Rechte möglichst lange zu behalten. Dies ist der Kern unserer Wachstumsstrategie und wir sind zuversichtlich, damit das Kommerzialisierungspotenzial unserer Projekte weiter zu optimieren. Neben dem Auf- und Ausbau unserer Biosimilar-Pipeline wollen wir unser Projekt im Bereich der COVID-19-Therapien voranbringen und sehen auch hier erhebliche Opportunitäten. Formycon ist ein starkes Entwicklungsunternehmen mit außergewöhnlichem Wachstumspotenzial und gemeinsam mit AOC ist es unser Ziel, den bisherigen Weg erfolgreich weiter zu gehen. Wir freuen uns auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Über Formycon:
Formycon ist ein führender konzernunabhängiger Entwickler qualitativ hochwertiger biopharmazeutischer Arzneimittel, insbesondere Biosimilars. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf Therapien in der Ophthalmologie und Immunologie sowie auf weitere wichtige chronische Erkrankungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der technischen Entwicklung bis zur klinischen Phase III sowie der Erstellung der Zulassungsunterlagen ab. Mit seinen Biosimilars leistet Formycon einen bedeutenden Beitrag, um möglichst vielen Patienten den Zugang zu wichtigen und bezahlbaren Arzneimitteln zu ermöglichen. Derzeit hat Formycon vier Biosimilars in der Entwicklung. Basierend auf der umfangreichen Erfahrung in der Entwicklung biopharmazeutischer Arzneimittel, arbeitet das Unternehmen zudem an der Entwicklung von antikörperbasierten COVID-19 Wirkstoffen.

Über Biosimilars:
Biopharmazeutika haben seit den 1980er-Jahren die Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Multipler Sklerose und erworbener Blindheit revolutioniert. In den kommenden Jahren laufen viele Patente auf Biopharmazeutika aus – bis 2025 verlieren Medikamente mit einem Umsatz von ca. 100 Milliarden Dollar ihren gesetzlichen Schutz.

Biosimilars sind Nachfolgeprodukte von biopharmazeutischen Arzneimitteln, deren Marktexklusivität ausgelaufen ist. Der Zulassungsprozess in den hoch regulierten Märkten wie EU, USA, Japan, Kanada und Australien folgt dabei strikten regulatorischen Anforderungen, die an der Vergleichbarkeit des Biosimilars mit dem Referenzprodukt ausgerichtet sind. Im Jahr 2019 betrug der weltweite Umsatz mit Biosimilars über 12 Milliarden Dollar. Bis 2025 könnte er nach Analystenschätzungen auf rund 69 Milliarden Dollar steigen.

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