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13. Oktober 2016

Formycon von Stifterverband für seine Innovationskraft ausgezeichnet

Forschungssiegel für besonderes Engagement in der Biosimilarentwicklung verliehen

München – Das Biosimilarunternehmen Formycon ist für seine innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeit vom Stifterverband mit dem Forschungssiegel ausgezeichnet worden. Damit würdigt der Verband das besondere Engagement des Münchener Unternehmens bei der Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgearzneimitteln, sogenannten Biosimilars. Nach Angaben des Verbandes soll mit dem Siegel „Innovativ durch Forschung“ zudem die besondere Verantwortung herausgestellt werden, die forschende Unternehmen durch ihre Tätigkeit für Staat und Gesellschaft übernehmen.

Der Stifterverband weist darauf hin, dass es in Deutschland zwar 3,5 Millionen Unternehmen gebe, doch nur weniger als ein Prozent von ihnen forsche. Dies sei eine extrem bedeutsame Gruppe. Nur wer forscht, könne Neues entdecken und Innovation und Wachstum schaffen, so die Organisation.

Formycon arbeitet derzeit an vier Biosimilar-Entwicklungsprojekten (FYB201, FYB202, FYB203, FYB205), die sich in unterschiedlichen Stadien der präklinischen und klinischen Entwicklung befinden.

Das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprojekt ist FYB201, ein Biosimilarkandidat des Augenheilmittels Lucentis®* (Ranibizumab). Es ist das weltweit einzige Lucentis®-Biosimilar, das sich in der Phase-III-Zulassungsstudie befindet. Formycon verfolgt das Ziel, über seinen Lizenzpartner Bioeq IP AG FYB201 als erstes Lucentis®-Biosimilar nach Patentablauf in den USA und Europa zu vermarkten.

FYB203 ist ein Biosimilarkandidat zu Eylea®** (Aflibercept), das wie Lucentis® zur Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und anderer ernsthafter Augenerkrankungen eingesetzt wird. Das Projekt ist an die Santo Holding Deutschland (GmbH) auslizenziert.

Details zu den Biosimilarprojekten FYB202 und FYB205 wurden bislang nicht veröffentlicht.

Dr. Carsten Brockmeyer, CEO von Formycon, zeigt sich erfreut über die Auszeichnung des Stifterverbandes: „Die Verleihung des Forschungssiegels ist eine große Anerkennung für uns. Sie unterstreicht die Anstrengungen, die das gesamte Formycon-Team seit Jahren in Forschung und Entwicklung unternimmt, um hochwertige Biosimilars zu entwickeln. Wir werden uns auch weiterhin intensiv dafür einsetzen, dass möglichst viele Patienten qualitativ hochwertige Arzneimittel zu bezahlbaren Preisen erhalten können.“

Der Stifterverband, eine Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, ist einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland. Neben seinem Engagement für akademischen Nachwuchs, exzellente Hochschulen und Spitzenforschung untersucht und bewertet er im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung regelmäßig das deutsche Forschungs- und Innovationssystem.

* Lucentis ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.
** Eylea ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.

 

Über Formycon:
Formycon ist ein führender unabhängiger Entwickler von Biosimilars zur globalen Vermarktung und hat in diesem Bereich eine klare Vorreiterrolle übernommen. Das Team von Formycon verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung komplexer biologischer Moleküle. Durch seine besondere Expertise ist Formycon in der Lage, qualitativ hochwertige Biosimilars zu entwickeln, die die strengen Anforderungen der Zulassungsbehörden in den hoch regulierten Märkten wie Europa und den USA erfüllen. Derzeit hat Formycon vier Biosimilars in der Entwicklung, wovon zwei bereits auslizenziert worden sind.

Über Biosimilars:
Biopharmazeutika haben seit den 1980er-Jahren die Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Multipler Sklerose und der Augen revolutioniert. In den kommenden Jahren laufen viele Patente auf Biopharmazeutika aus – bis 2020 verlieren Medikamente mit einem Umsatz von über 100 Milliarden Dollar ihren gesetzlichen Schutz. Biosimilars sind Nachfolgeprodukte von biopharmazeutischen Arzneimitteln, deren Marktexklusivität ausgelaufen ist. Der Zulassungsprozess in den hoch regulierten Märkten wie EU, USA, Japan, Kanada und Australien folgt dabei strikten regulatorischen Anforderungen, die an der Vergleichbarkeit des Biosimilars mit dem Referenzpräparat des Originators ausgerichtet sind. Derzeit beträgt der weltweite Umsatz mit diesen Präparaten rund 3,0 Milliarden Dollar. Bis 2025 könnte er sich nach Analystenschätzungen verzehnfachen. Im Gegensatz zu klassischen Generika sind Biosimilars nur sehr aufwendig und mit großem Spezialwissen zu entwickeln und herzustellen.

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