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07. Mai 2018

Formycon mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2017

  • Konzernumsatz legt stärker zu als prognostiziert
  • Entwicklung der Biosimilarprojekte kommt deutlich voran
  • Wichtige Meilensteine in 2018 erwartet

München – Das Biosimilarunternehmen Formycon aus Martinsried bei München (ISIN: DE000A1EWVY8/ WKN: A1EWVY) hat das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen und ist bei der Entwicklung seiner Produktkandidaten erneut deutlich vorangekommen. So befindet sich die klinische Phase-III-Studie des am weitesten entwickelten Biosimilarkandidaten FYB201, einem Nachfolgeprodukt für das Augenheilmittel Lucentis®* (Ranibizumab), in einem fortgeschrittenen Stadium und wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden.

Mit der Einbringung des Entwicklungsprojektes FYB202, einem Biosimilarkandidat zu Stelara®** (Ustekinumab), in ein neugegründetes Gemeinschaftsunternehmen mit der Aristo Pharma GmbH, konnte bereits das dritte Projekt in eine Entwicklungskooperation überführt werden. Formycon ist mit 24,9 Prozent an dem Joint Venture beteiligt. Damit trägt das Unternehmen in dieser Größenordnung die Entwicklungskosten, partizipiert aber auch entsprechend an potenziellen künftigen Vermarktungserlösen.

FYB203, ein Biosimilarkandidat für Eylea®***, macht ebenfalls gute Fortschritte und befindet sich in der präklinischen Phase. Der Eintritt in die klinische Prüfung wird vorbereitet.

Auch in dem Projekt FYB205 wurden die Entwicklungsziele für das Jahr 2017 erreicht. Für die weitere Entwicklungsstrategie werden derzeit verschiedene Szenarien evaluiert.

Einhergehend mit den operativen Fortschritten des Unternehmens entwickelten sich auch die Finanzkennzahlen sehr zufriedenstellend. Der Konzern steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um gut 48 Prozent auf 29,00 (2016: 19,53) Millionen Euro. Ursprünglich hatte Formycon mit einem Umsatz von rund 25 Millionen Euro für 2017 gerechnet. Positiv wirkte sich insbesondere die Gründung des FYB202-Joint-Ventures mit Aristo Pharma aus, da Formycon für die Einbringung der Projektrechte in das Gemeinschaftsunternehmen eine umsatz- und liquiditätswirksame Kompensation erhalten hat. Darüber hinaus resultierten die Umsätze wie in den Vorjahren im Wesentlichen aus laufenden Vergütungen der Lizenzpartner für die Entwicklungsprogramme von FYB201 und FYB203. Mit dem Anstieg der Umsatzerlöse verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) gegenüber dem Vorjahr deutlich auf -0,75 (2016: -3,37) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) summierte sich auf -1,54 (2016: -4,07) Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag betrug -1,58 (2016: -4,07) Millionen Euro.

Im Juli 2017 hat Formycon im Rahmen einer Privatplatzierung 6,00 Millionen Euro eingeworben, die für die weitere Entwicklung des Biosimilar-Produktportfolios, insbesondere FYB202, verwendet werden sollen. Die Eigenkapitalquote des Konzerns blieb mit 82,9 Prozent unverändert und ist damit wie in den Vorjahren überdurchschnittlich hoch. Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden. Der Bestand an liquiden Mitteln inklusive Wertpapieren betrug zum Stichtag 15,47 (2016: 13,97) Millionen Euro. Unter Einbeziehung der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,52 Millionen Euro verfügte Formycon über liquide Mittel von etwa 26,00 (2016: 19,17) Millionen Euro.

Die Formycon AG als die eigentliche operative Einheit des Konzerns erwirtschaftete einen Umsatz von 16,39 (2016: 13,86) Millionen Euro und verbesserte das EBITDA signifikant auf -0,67 (2016: -3,49) Millionen Euro sowie das EBIT auf -1,45 (2016: -4,19) Millionen Euro. Entsprechend lag auch der Jahresfehlbetrag mit -1,49 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von -4,18 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr aufgrund der zunehmenden Reife der Produktpipeline und dem damit einhergehenden Personalbedarf von 70 auf 83 planmäßig deutlich gestiegen.

Dr. Carsten Brockmeyer, Vorstand und CEO von Formycon, zeigt sich mit der Entwicklung des Unternehmens zufrieden: „Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und dem gesamten Formycon-Team für ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr 2017 bedanken: Wir sind mit der Entwicklung unserer Biosimilarprojekte erneut einen großen Schritt vorangekommen und haben auch das Unternehmen strukturell weiter vorangebracht. Ein besonderer Dank gilt unseren Lizenz- und Kooperationspartnern, mit welchen wir vertrauensvoll und zielorientiert zusammenarbeiten.“

Dr. Stefan Glombitza, im Vorstand als COO für die Produktentwicklung verantwortlich, blickt mit Stolz auf die Leistung der Entwicklungsteams in 2017: „Alle Fachabteilungen haben immensen Einsatz gezeigt, um in 2017 die geplanten Ziele und Meilensteine in allen vier Programmen zu erreichen. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung, zumal wir parallel auch in eine skalierbare robuste Organisation und effiziente Prozesse investiert haben.“

Finanzvorstand Dr. Nicolas Combé sieht das Unternehmen ungeachtet des Wachstums in einer soliden finanziellen Verfassung: „Wir haben das Geschäftsjahr 2017 ausgesprochen zufriedenstellend abgeschlossen und sind finanzierungsseitig für die kommenden Entwicklungsaktivitäten gut aufgestellt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Umsatzvolumen, das in etwa auf Vorjahresniveau liegen sollte. Mit der potenziellen Markteinführung von FYB201 ab dem Jahr 2020 sollten wir dann erstmals Erlöse aus der Produktvermarktung generieren können, die sich mit der schrittweisen Marktausweitung und dem potenziellen Vermarktungsbeginn unserer weiteren Produktkandidaten über die Zeit nennenswert akkumulieren könnten.“

Den vollständigen Jahresbericht 2017 finden Sie im Internet unter www.formycon.de/investoren/finanzberichte.

* Lucentis® ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.
** Stelara® ist eine eingetragene Marke von Johnson & Johnson
*** Eylea® ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc.

Über Formycon:
Formycon ist ein führender konzernunabhängiger Entwickler von qualitativ hochwertigen Nachfolgeprodukten biopharmazeutischer Arzneimittel, sogenannten Biosimilars. Dabei fokussiert sich das Unternehmen auf Therapien in der Ophthalmologie und Immunologie sowie auf weitere wichtige chronische Erkrankungen und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der technischen Entwicklung bis zur klinischen Phase III sowie der Erstellung der Zulassungsunterlagen ab. Mit seinen Biosimilars leistet Formycon einen bedeutenden Beitrag, um möglichst vielen Patienten den Zugang zu wichtigen und bezahlbaren Arzneimitteln zu ermöglichen. Derzeit hat Formycon vier Biosimilars in der Entwicklung.

Über Biosimilars:
Biopharmazeutika haben seit den 1980er-Jahren die Behandlung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Rheuma, Multipler Sklerose und erworbener Blindheit revolutioniert. In den kommenden Jahren laufen viele Patente auf Biopharmazeutika aus – bis 2020 verlieren Medikamente mit einem Umsatz von über 100 Milliarden Dollar ihren gesetzlichen Schutz.
Biosimilars sind Nachfolgeprodukte von biopharmazeutischen Arzneimitteln, deren Marktexklusivität ausgelaufen ist. Der Zulassungsprozess in den hoch regulierten Märkten wie EU, USA, Japan, Kanada und Australien folgt dabei strikten regulatorischen Anforderungen, die an der Vergleichbarkeit des Biosimilars mit dem Referenzprodukt ausgerichtet sind. Derzeit beträgt der weltweite Umsatz mit Biosimilars über drei Milliarden Dollar. Bis 2025 könnte er sich nach Analystenschätzungen verzehnfachen.

Kontakt:
Thorsten Schüller
Corporate Communications and Investor Relations
Formycon AG
Fraunhoferstr. 15
82152 Planegg-Martinsried/Deutschland
phone +49 (0) 89 – 86 46 67 150
fax + 49 (0) 89 – 86 46 67 110
Thorsten.schueller@formycon.com // www.formycon.com

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Die Formycon AG übernimmt keine Verpflichtung, diese auf die Zukunft gerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
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