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16. Oktober 2014

Formycon AG legt Neun-Monats-Zahlen für 2014 vor

München – Die finanzielle Entwicklung der Formycon AG, die im Dezember 2013 ihren ersten Produktkandidaten an die Santo Holding GmbH auslizensiert hatte, verläuft erwartungsgemäß positiv. In den ersten neun Monaten des Jahres 2014 verzeichnete die Formycon AG einen Umsatz in Höhe von 8,98 Mio. Euro (2013: 0,33 Mio. Euro). Auch die Ergebnissituation hat sich deutlich verbessert: Das EBITDA betrug von Januar bis Ende September 2,64 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum 2013 summierte sich der Verlust beim EBITDA noch auf 4,33 Mio. Euro.

Zudem meldet das Unternehmen nach den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Jahresüberschuss von 1,81 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2013 war dagegen noch ein Fehlbetrag von 5,16 Millionen Euro angefallen. Für 2014 bestätigte Formycon ihre Jahresprognose eines positiven EBITDA. Der Bestand an liquiden Mitteln, der den Kassenbestand, Schecks, Bankguthaben sowie Wertpapiere umfasst, belief sich Ende September auf 10,44 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Betrag bei 3,11 Millionen Euro gelegen.

Die operative Arbeit an den derzeit drei Biosimilar-Projekten verläuft ebenfalls wie geplant, so dass sich alle Projekte im Zeitplan befinden. Der Biosimilar-Entwickler profitiert dabei weiterhin vom zunehmenden Interesse der Pharmabranche an Nachahmer-Medikamenten biopharmazeutischer Arzneimittel der sogenannten Dritten Welle und führt bereits mit verschiedenen Pharma- und Generikaunternehmen Gespräche über die weiteren Entwicklungsprojekte.

Hintergrund: Was sind Biosimilars?
Biopharmazeutika haben seit den Achtziger-Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Behandlung von Krebs, Diabetes, Rheuma und Multipler Sklerose revolutioniert. In den kommenden Jahren laufen viele Patente auf Biopharmazeutika aus – bis 2020 verlieren Medikamente mit einem Umsatz von über 100 Milliarden Dollar ihren gesetzlichen Schutz. Damit dürfen Nachahmer-Produkte, sogenannte Biosimilars, auf den Markt kommen. Noch beträgt der weltweite Umsatz mit diesen Präparaten weltweit „nur“ rund 2,5 Milliarden Dollar. Doch bis 2020 könnte er sich nach Schätzungen bereits verzehnfacht haben. Im Gegensatz zu klassischen Generika sind Biosimilars nur sehr aufwendig und mit großem Spezialwissen herzustellen.